»Schlagt ihn tot, den Hund!«

»Schlagt ihn tot, den Hund!«

Uwe Eric Laufenberg zur aktuellen Debatte im Wiesbadener Kurier
»Schlagt ihn tot, den Hund!« vom 11.03.2019

»Der Regisseur Uwe Eric Laufenberg kann eigentlich frohgemut in Zukunft schauen. Sein treuester Arbeitgeber ist der Staatstheater-Intendant Uwe Eric Laufenberg.« (Volker Milch, Wiesbadener Kurier, 11.03.2019)

 

Stellungname
von Uwe Eric Laufenberg

Email vom 11.03.2019

Lieber Herr Milch,

was soll so ein Artikel wie „Schlagt ihn tot, den Hund!“?

Weder schlage ich Hunde tot, noch Rezensenten, weder hat jemand Hausverbot, noch hat der Zuschauer D.S. jemals Pressekarten verlangt, noch werden ihm welche verweigert. Weder bekomme ich Extrazahlungen für die ach so vielen Inszenierungen,  die Sie von mir ertragen müssen, noch würde ich Geld bekommen, wenn ich demnächst, wie vom Wiesbadener Kurier vorgeschlagen, Bernhard Lorenz spielen würde.

Tja, was nun werfen Sie mir bitte vor? Für was steht Ihr Artikel?

Wenn Sie sich damit für eine Dramaturgenstelle am Hessischen Staatstheater Wiesbaden bewerben, muss ich Ihnen leider absagen.

Sie haben zwar manchmal eine bemerkenswert leichte Feder, die auch zuweilen schön zu lesen ist, aber ihr Problem scheint zu sein, dass Sie nicht verstehen wollen, dass alles Geschriebene auch Kommunikation ist und kein selbstgerechtes Gottesurteil.  Dazu denken Sie leider intrigant, suchen den Skandal, ohne ihn zu finden, und spielen dabei immer die beleidigte Leberwurst.

Und leider fehlt Ihnen eine Grundvoraussetzung, die ein guter Dramaturg haben muss und mit der Wolfgang Behrens – ehemals nachtkritik, heute Staatstheater Wiesbaden – reich beschenkt ist: Humor.

Beste Grüße
Uwe Eric Laufenberg